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Abbatiale de Payerne

Ein lebendiges Denkmal für alle

<p>Die Abteikirche von Payerne ist die grösste romanische Kirche der Schweiz und ein Cluniazenser-Juwel. Sie versteht sich nicht als verstaubtes, starres Museum, sondern als ein inklusiver, lebendiger Kulturort, der Geschichte mit zeitgenössischer Kreativität verbindet. Das Konzept basiert auf drei Hauptpfeilern: Generationenverbindung, Co-Kreation und barrierefreie Gastfreundschaft.</p> <p>1. Generationen verbinden: Ein Besuch ohne Altersgrenzen Kultur wird hier so vermittelt, dass sie für jedes Alter zugänglich ist, ohne an Qualität zu verlieren. Die imaginären Gärten (Les Jardins imaginaires): Ein neues Familienspiel (gestartet im Sommer 2026). Bei Sommerhitze dient die kühle Kirche (max. 24 °C) als Kulisse für eine sensorische Schnitzeljagd. Hier dreht sich die klassische Hierarchie um: Kinder führen oft die Erwachsenen durch Riech- und Tasträtsel. 2. Co-Kreation: Gemeinsam statt einsam Das Publikum und lokale Akteure konsumieren nicht nur, sie gestalten aktiv mit.</p> <p>Von Grün und Kunst (De Vert et d’Art): Ein herbstliches Event, bei dem Floristen, Gärtner und Auszubildende die Architektur der Kirche mit vergänglichen Pflanzeninstallationen neu interpretieren. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt, das auf Nachhaltigkeit (lokale Pflanzen, Recyclingmaterial) setzt.</p> <p>Die Abteikirche bei 181 Grad (L’Abbatiale à 181 degrés): Ein neues Projekt (ebenfalls 2026) in Kooperation mit dem Kulturzentrum 181 degrés. Regionale Künstler schaffen moderne Werke direkt für die 900 Jahre alten Mauern, um vor allem ein jüngeres Publikum anzusprechen. 3. Barrierefreiheit und echte Gastfreundschaft Das Denkmal hat den Anspruch, niemanden vor der Tür stehenzulassen.</p> <p>Physische Barrierefreiheit: Trotz des jahrtausendealten Gebäudes sind von 20 Audioguide-Stationen 17 komplett barrierefrei für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich.</p> <p>Soziale Öffnung: Es gibt massgeschneiderte Angebote für Seh- und Hörbehinderte, Demenz- oder Pflegeheimbewohner, Sprachkurse für Erwachsene sowie Workshops für Geflüchtete. Die Abteikirche Payerne bricht mit dem klassischen, distanzierten Museumscharakter. Sie setzt auf Nahbarkeit, Mitbestimmung und echte menschliche Wärme, um das historische Erbe für die heutige Gemeinschaft im Alltag erlebbar zu machen.</p>

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